Vorsicht Kunst!
Nach bestandenen Qualiprüfungen machte sich die Klasse 9gM heute mit ihrem Klassleiter Pascal Boesch und der Tandemlehrkraft Yvonne Preißinger auf nach Nürnberg. Da Ausflüge und Klassenfahrten in den letzten Monaten und Schuljahren coronabedingt ausfallen mussten, haben wir zum Schuljahresende die Chance genutzt, um den Alltag und das Schulgebäude einmal hinter uns zu lassen.
Warum so weit fahren, wenn das Gute so nahe liegt? Das dachten wir uns und besuchten heute das Neue Museum in der Luitpoltstraße in Nürnberg. Dort wird Kunst gezeigt, die nach 1949 entstanden ist.
Ist der Inhalt eines Kühlschrankes nun Kunst? Reflexartig würde man diese Frage sicherlich mit Nein beantworten. Aber schauen Sie doch mal genau hin:
Erst auf den zweiten Blick, wenn man das aus Eiswürfeln gebaute Iglu im Eisfach entdeckt, bemerkt man die Kunst darin.
Auch Alltagsgegenstände, wie ein Schreibtisch, können richtige Kunstwerke sein, haben wir festgestellt. So ein Lehrerpult wäre richtig cool!
Kritische Stimmen sind in der Kunst ebenso auffindbar und verstecken sich meist gekonnt und zunächst unauffällig hinter alltäglichen Gegenständen, wie einem handgeknüpften Teppich.
Auf den ersten Blick erscheint ein Karton mit einer Wärmelampe drüber und Hühnerkot darin auch keine Kunst zu sein. Erst wenn man bemerkt, dass die vermeintliche Zeitung im Karton eine handgezeichnete Seite aus einer Zeitung ist ...
Selbst tätig werden durften die Schülerinnen und Schüler in einem Raum voller Stühle. Die Frage war, welcher Stuhl das Zeug hätte zum Lieblingsstuhl. Nach eingehendem Probesitzen hatte man sich eine Meinung gebildet und durfte mit abstimmen, in dem man einen Kommentar auf einem Zettel hinterließ bei dem entsprechenden Stuhl.
Museum zum Anfassen - was kann es schöneres geben?