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Statt „Brauchen wir sowas?“ vor 26 Jahren heißt es jetzt „Wichtiger denn je zuvor“

Berufemarkt“ lädt zum Ausprobieren und Informieren ein

Wendelstein - „Als 1993 hier im Keller der jetzigen Hans-Seufert-Halle der erste Berufemarkt eröffnet wurde, fragten viele - Firmen wie Eltern - skeptisch ‚Brauchen wir sowas?‘, heute suchen Betriebe händeringend für Fachberufe passende Schulabgänger, um überhaupt wieder Fachpersonal auszubilden und nachziehen zu können“ - Mit diesem überraschenden Wandel konfrontierte Landrat Herbert Eckstein bei seinem Grußwort aus seinen Erinnerungen heraus die Besucher des 26. Wendelsteiner „Berufemarkt“. Und gerade deswegen schrieb er wie auch weitere Redner bei der Eröffnung den Jugendlichen ins Stammbuch „Nutzt diese Chance der heutigen Veranstaltung, probiert Berufe hier aus und informiert euch, denn es dient eurer Zukunft!“.

Rektor Frank Egelseer übernahm für die Mittelschule als einem der Organisatoren die Begrüßung der Ehrengäste mit Landrat Herbert Eckstein, „Hausherr“ und Bürgermeister Werner Langhans samt weiteren Amtskollegen aus Allersberg, Rednitzhembach und Schwanstetten und Vertretern der benachbarten Schulen sowie vom Schulverbund Schwabach Stadt und Land. Gerade aufgrund der aktuellen Lehrstellensituation, so Egelseer, merkten der Mittelstand und das Handwerk immer mehr, dass vor allem die Mittelschulen durch ihre berufsorientierten Lehrpläne die Schülerinnen und Schüler so gut als möglich fürs Berufsleben vorbereiten.

Da zudem für die Vorbereitung solch einer „regionalen Berufebörse“ mit Teilnehmern auch über den eigenen Landkreis hinaus viele helfenden Hände und Planer vonnöten sind, galt sein Dank allen an der Planung und Durchführung beteiligten Helfern und Institutionen wie etwa der Gemeinde für die Bereitstellung und Ausstattung der Halle für diesen Zweck. Den Jugendlichen wünschte er viele gute Gespräche mit den teilnehmenden Firmen und Vertretern diverser Institutionen wie der Bundeswehr oder der Polizei oder weiterführender Ausbildungseinrichtungen, da das Lernen fürs Berufs- und Arbeitsleben nie endet.

Nicht immer ist und bleibt der erste Ausbildungsberuf endgültiger Beruf“

Als „Hausherr“ gab Bürgermeister Werner Langhans den vorherigen Dank an alle Helfer und die Mitorganisatoren wie die Mittelschule zurück und dankte zudem allen teilnehmenden Firmen und Institutionen. Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels in vielen Bereichen des regionalen Wirtschaftslebens gebe es derzeit wesentlich mehr Chancen für Berufseinsteiger als noch vor 25 Jahren in den „Gründerjahren“ dieses Berufemarkts. Den Schülerinnen und Schülern riet er, bei dieser großen Auswahl an Ausbildungsplätzen und Berufen offen zu sein für alle Angebote, nur heute und hier gebe es die Chance zum Fragen und Ausprobieren.

Landrat Herbert Eckstein blickte in seinem Grußwort auf die Anfänge des Berufemarkts zurück: Bei der Premiere vor 26 Jahren habe es noch Stimmen gegeben, die fragten „Brauchen wir sowas überhaupt?“ - heute zeige sich bei der Situation auf dem Lehrstellenmarkt, dass Betriebe und Handwerker händeringend für ihre Berufe und Arbeitsfelder fachlich guten Nachwuchs suchten. „Wo früher etliche Bewerber auf einen Ausbildungsplatz kamen, haben Schulabgänger mit Abschluß heute die große Auswahl, sich ihren zukünftigen Arbeitsplatz auszusuchen“ umriss er den Wandel in der Arbeitswelt der letzten 25 Jahre.

Ausprobieren, hinter die Kulissen schauen und nicht gleich aufgeben“

Den Jugendlichen schrieb der Landrat deshalb auch ins „Stammbuch“, den heutigen Berufemarkt ausgiebig zum „Umschauen, fragen und auszuprobieren“ zu nutzen und vor allem nicht beim ersten Scheitern alles aufzugeben und dann nichts mehr zu machen. Beeindruckt waren die Ehrengäste dann auch bei einem Rundgang über den Berufemarkt, denn als neuer Teilnehmerrekord nahmen knapp 80 Betriebe, Ausbildungseinrichtungen und Institutionen dieses Jahr an der Großveranstaltung teil. Flächenmäßig verteilte sich die Veranstaltung auch immer größer werdend sowohl auf die Hans-Seufert-Halle und einen Teil der Mittelschule.

Die von letzten Jahren her bekannte große Vielfalt möglicher Berufsbilder war auch heuer wieder beeindruckend: Klassisch-technische Berufe wie Fertigungsmechaniker und Elektroniker für Fachbereiche von Gebäude- bis zu hin zu Automatisierungstechnik waren ebenso vertreten wie Berufe im Medien- und Informatiksektor. An den Ständen von Polizei, Bundeswehr, des Landkreises und der Kommunalverwaltungen von Wendelstein und Roth, der Banken und der Krankenkassen gab es Informationen über technische Berufe und Verwaltungsberufe im öffentlichen Dienst und der Dienstleistungssektor sowie das Handwerk präsentierten sich mit Berufen wie Maler, Bäcker, Schreiner, Werkzeugmechaniker oder Metallbauer.

Großer Zukunftsmarkt für Berufe im sozialen und medizinischen Bereich

Neben technischen Berufen und Ausbildungsangeboten im Dienstleistungssektor waren auch verschiedene soziale Berufsbilder wie Alten-, Kinder- oder Krankenpfleger am Markt mit verschiedenen Ausbildungsbetrieben vertreten. Wer eher einen kreativen Beruf suchte, wurde ebenso fündig und auch weniger bekannte Berufe wie Diplom-Rechtspfleger oder Kanalbauer wurden vorgestellt. Im naturwissenschaftlich-medizinischen Sektor gab es Ausbildungsangebote wie Gesundheitspfleger, Heilpädagogik oder Zahntechniker, während Berufsbilder wie Koch und Hotel- sowie Restaurantfachkraft den Gastronomiesektor repräsentierten.

An einigen Infoständen gab es traditionell die Möglichkeit, selbst „berufstypische“ Arbeitsabläufe auszuprobieren oder aus erster Hand von Auszubildenden Informationen über das jeweilige Berufsbild zu bekommen und im Schulhof der Mittelschule boten zwei Unternehmen die Gelegenheit, praktische Erfahrungen mit „großer Technik“ zu sammeln. Wie bekannt der Berufemarkt inzwischen in der Region ist und Betriebe und Institutionen anlockt, zeigte neben dem Wendelsteiner Firmenspektrum die große Zahl an Betrieben aus dem Landkreis, Schwabach, Nürnberg, Feucht und bis aus Neumarkt. (jör)

Bild 1: Die „Hans-Seufert-Halle“ bot wie in den letzten Jahren wieder den passenden Rahmen für den Berufemarkt in Wendelstein.

Bild 1

Bild 2, 3 und 4: Fragen stellen, Informationen sammeln, bei typischen Arbeitsgängen zuschauen und diese auch selber ausprobieren - dies alles war für die Jugendlichen am 26. Berufemarkt in Wendelstein möglich wie etwa am Stand der Firma „Sill Optics“ (Bild 2), bei der Gemeinde Wendelstein und ihren Gemeindewerken (Bild 3) und bei der Firma Siemens aus Nürnberg (Bild 4).

 

Bild 2

 

Bild 3Bild 4

 

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